Archive for 2008/06
Das höchste Glück hat keine Lieder,
Der tiefste Schmerz hat keinen Laut,
Sie spiegeln beide still sich wider
Im Tropfen, der vom Auge taut.
So einen sich in stummen Zähren
Das höchste Glück, das tiefste Leid,
Bis sie in Liebe sich verklären,
Anbetend in Gottseligkeit.
Julius Karl Reinhold ...
Otto Ernst: Ruhe des Herzens
Ruhe des Herzens
Wie heimlich glüht ein Bild
aus langer Dämm'rung:
Ein Sommerabend war's
Im Heimatdorfe;
Noch lag ein Sonnenhauch
Auf Dach und Giebeln,
Und hell stand schon der Mond
In leerer Straße.
Der Nachbar sprach ein Wort
Von Tau und Regen,
Er sprach zu seinem Weib
Drin in der Kammer;
Er zog ...
Ernst Moritz Arndt: Klage um den kleinen Jakob
Klage um den kleinen Jakob
Wo ist der kleine Jakob geblieben?
Hatte die Kühe waldein getrieben,
Kam nimmer wieder,
Schwestern und Brüder
Gingen ihn suchen in'n Wald hinaus –
Kleiner Jakob, kleiner Jakob, komm' zu Haus!
Wohin ist der kleine Jakob gegangen?
Hat ihn ein Unterird'scher gefangen,
Muß unten ...
Eduard von Bauernfeld: Das Totenhemdchen
Das Totenhemdchen
Starb das Kindlein.
Ach, die Mutter
Saß am Tag und weinte, weinte.
Saß zur Nacht und weinte.
Da erscheint das Kindlein wieder,
In dem Totenhemd, so blaß:
Sagt zur Mutter: "Leg dich nieder!
Sieh, mein Hemdchen
Wird von deinen lieben Tränen
Gar so naß,
Und ich kann nicht schlafen, ...
Gedicht von Emanuel Geibel: Wo des Mondes Sichel…
»Wo des Mondes Sichel schwimmt im Wasser,
Wo das Echo schläft am hohlen Felsen,
Wo der Fuß des bunten Regenbogens
Auf dem Rasen steht, da geh' es suchen!«
Emanuel Geibel, (1815 - 1884), deutscher Lyriker und Dramatiker
Clemens Brentano: Gedicht über das Kind
O wie dankbar ist ein Kind!
Pflege ich die zarte Pflanze,
schütz ich sie vor Sturm und Wind,
wird's ein Schmuck im Himmelsglanze.
Wie gelehrig ist ein Kind!
So wie du es lehrest lesen
in dem Buch, in dem wir sind,
so wird einst sein ganzes Wesen.
Werden ...
Rosa Luxemburg mit einem Spruch zur Freiheit
»Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden.«
Rosa Luxemburg
Text für die Trauerkarte zur Beileidbekundung zum Beileid
Ihr habt jetzt Trauer, aber ich werde euch wiedersehen und euer Herz wird sich freuen.
Johannes 16,22
John Davison Rockefeller, Gründer von Standard Oil Co zum Geld
Der ärmste Mensch, den ich kenne, ist der, der nichts hat außer Geld.
John Davison Rockefeller
Die Arbeitsteilung beim Geld, von Jules Michelet
Des Mannes Sache ist es, zu verdienen,
Sache der Frau, richtig auszugeben.
Jules Michelet
Geldspruch über Pleite
Kein Geld haben zwingt zu allem.
Johann Nepomuk Nestroy
Das Märchen: Der Froschkönig oder der eiserne Heinrich
Der Froschkönig oder der eiserne Heinrich
In den alten Zeiten, wo das Wünschen noch geholfen hat, lebte ein König, dessen Töchter waren alle schön, aber die jüngste war so schön, daß die Sonne selber, die doch so vieles gesehen hat, sich ...
Geld ist Wahrheit
Geld ist Wahrheit, da es sich nur dort zeigt, wo es wirklich ist.
Johann Nepomuk Nestroy
Geld vergeht wie die Zeit
Das Geld vergeht so schnell wie Zeit,Der Nepp besteht, der Kitsch gedeiht. Und es kämpft keine Geschlossenheit Dagegen. Der Kitsch, der Nepp; es spricht davon kein Strafbuch und kein Lexikon. Weswegen?
Joachim Ringelnatz
Glückwünsche zum Jubiläum, gereicht mit Geschenken
Ein neues Lied, ein besseres Lied,
O Freunde, will ich euch dichten!
Wir wollen hier auf Erden schon
Das Himmelreich errichten.
Wir wollen auf Erden glücklich sein
Und wollen nicht mehr darben;
Verschlemmen soll nicht der faule Bauch,
Was fleißige Hände erwarben....
Geld verdienen, von Johannes Friedrich Freiherr von Cottendorf Cotta
Nicht alle Leute, die Geld verdienen, verdienen es!
Johannes Friedrich Freiherr von Cottendorf Cotta
Abschiedskuß von einem Freund
Bitter und süß ist der Abschiedskuß an der Lippe des Freundes.
Johann Gottfried von Herder
Kein Liebeslied, doch immer das gleiche Spiel.
Das alte Lied
Die Rosenknospe gab sie mir,
ein weh Lebwohl klang nach,
ich wollte Lächeln, als ich ihr
dafür ein Lied versprach.
Ihr stand ein Tränchen im Gesicht,
und lächeln wollte sie auch;
doch lächelten wir beide nicht,
das ist so ...
Gedicht zu Mensch und Zeit. Die Zeit in anderer Betrachtung als bei Galileo Galilei.
Mensch und Zeit
Es schwinden die alten, vertrauten Gesichter,
Die lange gegrüßten allmählich dem Blick;
Es welken, es weichen ermattet die Hände,
Die mit uns gewoben am Erdengeschick.
Und Mienen von Fremdlingen, dichter und dichter,
Umdrängen beirrend die sehnende Brust:
Wo seid ihr, ...
Glückwünsche zur Kommunion mit einem Geldgeschenk
Nicht aus des Herzens bloßem Wunsche keimt
Des Glückes schöne Götterpflanze auf.
Der Mensch soll mit der Mühe Pflugschar sich
Des Schicksals harten Boden öffnen, soll
Des Glückes Erntetag sich selbst bereiten
Und Taten in die off'nen Furchen streu'n,
Er soll mit etwas den ...
Geldzitat von Karl Julius Weber
Und der Geldsack ist kein leerer Schall,
Der Mensch kann ihn brauchen im Leben,
Und ob er auch dumm ist überall,
Dem Reichtum wird alles vergeben,
Und worauf kein Verstand des Verständigen fällt,
Das übet in Einfalt ein Tölpel ums Geld.
Karl ...
Gedicht vom Taler, doch zum Euro unterscheidet es sich kaum.
Der Taler
Blitzt der Taler im Sonnenschein,
Blitzt dem Kind in die Augen hinein,
Über die Wangen rollen die Tränen.
Mutter zieht gar ein ernst Gesicht:
Vor dem Taler, Schatz, fürchte dich nicht;
Nach dem Taler sollst du dich sehnen.
Sieh, mein Herzblatt, ...
Zitat von Otto Schily zum Rechtsstaat
»Die Studenten müssen nun den Rechtsstaat verteidigen!«
Otto Schily
Gedicht über das Geld von Arne Gabor
Mit Geld läßt sich zwar das Bett,
aber nicht der Schlaf kaufen,
Bücher, aber keine Intelligenz,
Essen, aber kein Appetit,
Glanz, aber nicht Schönheit,
Medizin, aber nicht Gesundheit,
Luxus, aber keine Kultur,
Zerstreuung, aber nicht Glück,
Religion, aber nicht die Erlösung,
eine Fahrkarte zu jedem Reiseziel,
nur nicht ...
Gedichte über den Wert der Dinge
Will das Glück nach seinem Sinn
Dir was Gutes schenken,
Sage Dank und nimm es hin
Ohne viel Bedenken.
Jede Gabe sei begrüßt,
Doch vor allen Dingen:
Das, worum du dich bemühst,
Möge dir gelingen.
Wilhelm Busch
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Die ...
Gedicht zur Grabrede an das Trauerhaus
Glücklich, glücklich nenn ich den,
Dem des Daseins letzte Stunde
Schlägt in seiner Kinder Mitte.
Solches Scheiden heißt nicht Sterben;
Denn er lebt im Angedenken,
Lebt in seines Wirkens Früchten,
Lebt in seiner Kinder Taten,
Lebt in seiner Enkel Mund.
O es ist so schön, beim ...
Beispiel für die Vorlage einer Hochzeitszeitung
Liebe schwärmt auf allen Wegen,
Treue wohnt für sich allein;
Liebe kommt Euch rasch entgegen,
aufgesucht will Treue sein.
Johann Wolfgang von Goethe
Über den Aberglauben und Gespenster
Glaube, dem die Tür versagt,
steigt als Aberglaub' ins Fenster.
Wenn die Götter ihr verjagt,
kommen die Gespenster.
Emanuel Geibel
Sprüche über den Aberglaube von Johann Wolfgang von Goethe
Der Aberglaube ist die Poesie des Lebens; deswegen schadet es dem Dichter nicht, abergläubisch zu sein.
.
.. unterdessen sind wir nicht Herren unseres Aberglaubens und unserer Hoffnungen.
.
Johann Wolfgang von Goethe
Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt,…..
Wenn dir's in Kopf und Herzen schwirrt,
was willst du Bess'res haben!
Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt,
der lasse sich begraben.
Johann Wolfgang von Goethe
Französische Zungenbrecher
Si six scies scient six cyprès, six cent six scies scient six cent six cyprès..
.
Bon jour, Madame Sanssoucis, combien ces six saussicons-ci?
Ces six saussicons-ci? Six cents sous, ces six saussicons-ci!
C'est trop cher, ...
Wörter als Zungenbrecher
Leichtathletikweltmeisterschaftsentscheidungswett-kampf.
-
Riesenradbewegungsrichtungswechselschalterstelle.
-
Hyperbandtunerausgangsbuchse.
-
Konstantinopolitanischer Dudelsackpfeifersgeselle.
Zitat von Gotthold Ephraim Lessing über den Aberglauben
Der Aberglaube traut den Sinnen bald zu viel, bald zu wenig.
Gotthold Ephraim Lessing
Das Unglück der 13….
Der ganze Spuk mit der 13 rührt wahrscheinlich aus dem Evangelium:
Jesus saß zu Tische mit den Zwölfen. Folglich war er der Dreizehnte und endete so unglücklich, weil unter den Zwölfen ein Schurke war, Judas.
...
Ein Zungenbrecher für jede Geburtstagsfeier mit Whiskey
Der Whiskeymixer mixt den Whiskey fuer den Whiskeymixer.
Für den Whiskeymixer mixt der Whiskeymixer den Whiskey.
Zungenbrecher
Voltaire über den Aberglauben
Kurz, je weniger Aberglaube, desto weniger Fanatismus, und je weniger Fanatismus, desto weniger Unheil.
Voltaire
Ein Zitat von Blaise Pascal, dem Begründer der Wahrscheinlichkeitsrechnung
Es gibt sehr viele Leute, die glauben, aber aus Aberglauben.
Blaise Pascal
Zitat von Olaf Scholz
Wenn man etwas anfängt, muss man es richtig machen.
Olaf Scholz
Aus der Regierungserklärung 1969 von Willy Brandt
Wir stehen nicht am Ende unserer Demokratie, sondern wir fangen erst richtig an.
Willy Brandt
Der Mensch wird nicht frei und gleich geboren !!!
Die Menschen sind nicht frei und gleich geboren, sondern sie kommen in Abhängigkeiten und Verschiedenheiten aller Art, die von ihrer Existenz selbst unzertrennlich sind, hervor.
Honoré Gabriel de Riquieti Graf von Mirabeau,
Zitat von Michail Gorbatschow über die Demokratie
Ich kann mir nicht vorstellen, wie es ohne Kritik Demokratie geben kann. Damit fängt sie an.
Michail Gorbatschow
Gedanken, Versuche und Maximen von Joseph Joubert
Es gibt auf Abenteuer ausgehende Geister, die ihre Ideen nur vom Zufall erwarten und empfangen.
Joseph Joubert, (1754 - 1824), französischer Moralist
Quelle : »Gedanken, Versuche und Maximen«
Roman Herzog mit einem Zitat über die Globalität
Globalität zwingt uns nicht nur, nach einer neuen Weltwirtschafts- und Finanzordnung zu suchen, sondern auch nach einer weltweiten sozialen Ordnung.
Roman Herzog
Zitat von Heinrich Martin über den Raub des Friedens
Zitat Heinrich Martin: Der Raub des Friedens
Nichts wird uns mehr den Frieden rauben, als: Aberglauben
Heinrich Martin
Wann ist ein Zungenbrecher ein Zungenbrecher ???
Ein Zungenbrecher ist meist eine schnelle Wortfolge, bei der einer wiederholte Aussprache es den Menschen schwer fällt sich richtig auszudrücken.
Der Duden versteht darunter ganz allgemein schwer aussprechbare Ausdrücke, sodass auch einzelne Wörter darunter fallen.
Zitat von Joachim Meisner, Kardinal von Köln
Das Abschiedsmahl Jesu eröffnet uns Zukunft, mehr noch: die Ewigkeit.
Joachim Meisner
Edmund Stoiber über seine Lebensaufgabe
Ich sehe meine Lebensaufgabe in Bayern und nirgendwo anders.
Edmund Stoiber
Ach so !
Freiherr von Humboldt: Das Unglück macht abergläubisch
Das Unglück macht abergläubisch, man fürchtet überall, man sieht nur traurige Vorbedeutungen.
Friedrich Wilhelm Christian Karl Ferdinand Freiherr von Humboldt, (1767 - 1835), deutscher Philosoph, Philologe und preußischer Staatsmann. Mitbegründer der Universität Berlin (heute Humboldt-Universität zu Berlin).
Quelle : …seine Worte am ...
Was ist ein Abenteuer
Die Heimat des Abenteuers ist die Fremde.
Emil Gött
Franz Josef Strauss über seinen Grabstein
Mir ist es wurscht, ob auf meinem Grabstein Kanzler a.D. oder Ministerpräsident a.D. stehen wird.
Franz Josef Strauss