'Herz-Schmerz' Kategorie
Komm herein, o Nacht, und kühle
Diese Gluten, diesen Schmerz!
Aus dem Wirrsal der Gefühle
Wie errett' ich nur mein Herz?
Wo wir einst so glücklich waren,
Hab' ich wieder sie geseh'n -
Und auf's neue, wie vor Jahren,
Ist's um mein Ruh' gescheh'n.
...
Untreue
Untreu
Dein Lächeln weint in meiner Brust
Die glutverbissnen Lippen eisen
Im Atem wittert Laubwelk!
Dein Blick versargt
Und
Hastet polternd Worte drauf.
Vergessen
Bröckeln nach die Hände!
Frei
Buhlt dein Kleidsaum
Schlenkrig
Drüber rüber!
August Stramm
Heinrich Heine über die Liebe und den Herzschmerz
Ein Jüngling liebt ein Mädchen,
die hat einen anderen erwählt;
der andere liebt eine andre
und hat sich mit dieser vermählt.
Das Mädchen heiratet aus Ärger
den ersten besten Mann,
der ihr über den Weg gelaufen;
der Jüngling, der ist übel dran.
Es ist eine alte Geschichte,
doch bleibt ...
Das Netz der Liebe zerrissen
Ist Liebe so verstrickt
oder ich so ungeschickt?
Als ich es mit ihr begonnen,
und ihr Netz mich eingesponnen,
wenn sie manch Kuß mir lieh,
ob sie liebte? wuß’t ich nie.
Und nachdem das Netz zerrissen,
schein’ ich noch es nicht zu wissen,
wenn sie einen ...
Abschied von Rainer Maria Rilke – ein Abschiedsgedicht
Abschied
Wie hab ich das gefühlt, was Abschied heißt.
Wie weiß ich's noch: ein dunkles, unverwund'nes,
grausames Etwas, das ein schön verbund’nes
noch einmal zeigt und hinhält und - zerreißt.
Wie war ich ohne Wehr, dem zuzuschauen,
Das, da es mich, mich rufend, gehen ließ,
Zurückblieb, so ...
Über den eigenen Abschied, von Clemens Brentano
Ach Gott, wie weh tut Scheiden!
Hat mir mein Herz verwundt.
Ach, Scheiden, ach, ach!
Wer hat doch das Scheiden erdacht.
Das hat mein jung Herzelein
So frühzeitig traurig gemacht.
Morgen muß ich fort von hier
Und muß Abschied nehmen.
Clemens Brentano
Konrad von Würzburg über Abschied und Sehnsucht
Vertreibe den Sehnsuchtsschmerz und küsse mich.
Auf diese Weise nehme ich Abschied von dir.
Konrad von Würzburg, (1230 - 1287), mittelhochdeutscher Dichter bürgerlicher Herkunft, überliefert sind u.a. Lyrik, Epen und Versnovellen
Texte zum Abschied
Ein Abschied verleitet immer dazu, etwas zu sagen,
was man sonst nicht ausgesprochen hätte.
Michel de Montaigne
Mit einem heitern, einem nassen Aug'.
William Shakespeare
Von schönen Lippen fortgedrängt, Heinrich Heine
Von schönen Lippen fortgedrängt
Von schönen Lippen fortgedrängt, getrieben
Aus schönen Armen, die uns fest umschlossen!
Ich wäre gern noch einen Tag geblieben,
Da kam der Schwager schon mit seinen Rossen.
Das ist das Leben, Kind! ein ewig Jammern,
Ein ...
Antwort auf einen Abschiedsbrief der Geliebten, von Heinrich Heine
Der Brief, den du geschrieben,
er macht mich gar nicht bang;
Du willst mich nicht mehr lieben,
aber Dein Brief ist lang.
Zwölf Seiten, eng und zierlich!
Ein kleines Manuskript!
Man schreibt nicht so ausführlich,
wenn man den Abschied gibt.
Heinrich Heine
Abschied von Theodor Storm
Abschied
Kein Wort, auch nicht das kleinste, kann ich sagen,
Wozu das Herz den vollen Schlag verwehrt;
Die Stunde drängt, gerüstet steht der Wagen,
Es ist die Fahrt der Heimat abgekehrt.
Geht immerhin - denn eure Tat ist euer ...
Worte des Abschieds von Henry Wadsworth Longfellow, Christian Friedrich Hebbel und Rainer Maria Rilke
Diejenigen, die gehen, fühlen nicht den Schmerz des Abschieds.
Der Zurückbleibende leidet.
Henry Wadsworth Longfellow
Du siehst die leuchtende Sternschnuppe nur dann, wenn sie vergeht.
Christian Friedrich Hebbel...
Abschiedskuß von einem Freund
Bitter und süß ist der Abschiedskuß an der Lippe des Freundes.
Johann Gottfried von Herder
Kein Liebeslied, doch immer das gleiche Spiel.
Das alte Lied
Die Rosenknospe gab sie mir,
ein weh Lebwohl klang nach,
ich wollte Lächeln, als ich ihr
dafür ein Lied versprach.
Ihr stand ein Tränchen im Gesicht,
und lächeln wollte sie auch;
doch lächelten wir beide nicht,
das ist so ...
Trennungsgedichte
Mein Lieben ist ein Fieber, es begehrt
Nur was die Krankheit fristet; all sein Sehnen
Geht auf den Zunder, der das Übel nährt,
Dem kranken, launenhaften Reiz zu frönen.
Vernunft, mein Liebesarzt, weil ich verschmäht
Was er mir riet, hat mürrisch mich verlassen.
Und hoffnungslos ...
Prähistorische Ballade
Prähistorische Ballade
Ein Ichthyosaur sich wälzte
Am schlammigen, mulstrigen Sumpf.
Ihm war in der Tiefe der Seele
So säuerlich, saurisch und dumpf,
So dämlich, so zäh und so tranig,
So schwer und so bleiern und stumpf;
Er stürzte sich in das Moorbad
Mit platschendem, tappigem Pflumpf.
Da sah er ...
Eine mänliche Briefmarke
Ein männlicher Briefmark erlebte
Was Schönes, bevor er klebte.
Er war von einer Prinzessin beleckt.
Da war die Liebe in ihm geweckt.
Er wollte sie wiederküssen,
Da hat er verreisen müssen.
So liebte er sie vergebens.
Das ist die Tragik des Lebens.
Joachim Ringelnatz
Sehnsucht
Sehnsucht
Schon viel zu lang
Hab' ich der Bosheit mich ergeben.
Ich lasse töten, um zu leben,
Und bös macht bang.
Denn niemals ruht
Die Stimme in des Herzens Tiefe,
Als ob es zärtlich klagend riefe:
»Sei wieder gut!«
Und frisch vom Baum
Den allerschönsten Apfel brach ...
Liebeskummer
Ich kam in diese Welt herein,
Mich baß zu amüsieren,
Ich wollte gern was Rechtes sein
Und mußte mich immer genieren.
Oft war ich hoffnungsvoll und froh,
Und später kam es doch nicht so.
Nun lauf' ich manchen Donnerstag
Hienieden schon herummer,
Wie ich mich drehn und ...
Beziehungen sind wie eine Rutschbahn
Beziehungen sind eine Rutschbahn nach oben.
Karl Farkas
Kopf und Herz
Kopf und Herz
Wie es scheint, ist die Moral
nicht so bald beleidigt,
während Schlauheit allemal
wütend sich verteidigt.
Nenn den Schlingel liederlich,
leicht wird er's verdauen;
Nenn ihn dumm, so wird er dich,
wenn er kann, verhauen.
Wilhelm Busch
Hass und Liebe
Wenn alles sitzenbliebe, was wir in Hass und Liebe so voneinander schwatzen;
Wenn Lügen Haare wären, wir wären rauh wie Bären und hätten keine Glatzen.
Wilhelm Busch
Gedicht zu bösen Worten im Streit
Vor Jahren waren wir mal entzweit
Und taten uns manches zum Torte;
Wir sagten uns beide zu jener Zeit
viel bitterböse Worte.
Drauf haben wir uns ineinander geschickt;
wir schlossen Frieden und haben
die bitterbösen Worte erstickt
und fest und tief begraben.
Jetzt ist es wirklich recht fatal,
dass ...
Gedicht über die Trennung zweier Menschen
Meistens hat, wenn sich zwei Scheiden, einer etwas mehr zu leiden.Wilhelm Busch
Sprichwort Deutschland zum Fremdgehen
Ein Paar; dass man an allen Orten finden kann,
ist eine schöne Frau und ein gehörnter Mann.
Missachtung des Besitz
Was man hat, das achte man nicht.
Sprichwort aus Deutschland
Trennung in Liebe
Man muss manchmal von einem Menschen fortgehen, um ihn zu finden.
Heimito von Doderer
Sprüche zum Abschied
Als denkender Mensch beantworte man nicht dieselbe Frage ein ganzes Leben lang gleich.
Richard von Weizsäcker
Abschied
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet,
es ist umsonst,
wie anderswo zu suchen.
Francoois de La Rochefoucauld
Gedicht über die Vergebung
Wenn alles sitzen bliebe,
was wir in Hass und Liebe
so voneinander schwatzen;
wenn Lügen Haare wären,
wir wären braun wie Bären
hätten keine Glatzen.
Wilhelm Busch
Freud und Leiden
Nichts hat in der Welt Bestand:
Wasser kommt, muss scheiden,
und so reichen sich die Hand immer Freud und Leiden
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
Liebeszauber Liebesgedicht
Jede sprossende Pflanze,
die mit Düften sich füllt,
trägt im Kelche das ganze Weltgeheimnis verhüllt.
Emmanuel Geibel
Schuld vergeben !
Der unfähig ist zu vergeben, der ist doch unfähig zu lieben
Martin Luther
Gedicht zur Eifersucht
Wenn die lieb ist eifersüchtig,
so bekommt die hundert Augen,
doch es sind nicht zwei darunter,
die gradaus zu sehen taugen.
Wilhelm Müller...
Die Zeit mit dir war wunderschön,
Die Zeit mit dir war wunderschön,
doch leider muss ich von dir gehen.
Ich danke dir für den guten Sex,
doch ich geh zurück zu Ex.
Musst nicht lange traurig sein,
ein neuer kommt ...
Wie Du mir so ich Dir ;-)
Wer mit einer verheirateten Frau auf dem Bett schläft, mit dessen Frau wird ein anderer auf dem Boden schlafen....
Nette Umschreibung für einen Streit
Wenn das Herz verletzt ist, dann ist die Sprache stürmischer als der Wind auf dem Meer.
Na, dass kennen wir doch alle, meist wird es ...