Der Tod, das ist die kühle Nacht,
Das Leben ist der schwüle Tag.
Es dunkelt schon, mich schläfert,
Der Tag hat mich müd gemacht.
Heinrich Heine
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Siehe, die Trauer, sie ist des ...
Bleibe mir, du vielgeliebtes Bild,
vollkommen, ewig jung und ewig gleich!
Laß deiner klaren Augen reines Licht
mich immerfort umglänzen! Schwebe vor,
wohin ich wandle, zeige mir den Weg
durch dieser Erde Dornenlabyrinth!
Johann ...
Sagt Dank Gott, dem Vater, allezeit für alles, im Namen unseres Herrn Jesus Christus.
Epheser 5,20
Meine Seele ist betrübt bis an den Tod; bleibt hier und wacht ...
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Wie können die Toten wirklich tot sein, solange sie in unseren Herzen weiterleben?
Indianerweisheit
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Es ist umsonst, daß ihr früh aufsteht und hernach lange sitzet ...
Vom Leben muß man wie vom Mahle fortspazieren,
dem Wirte danken und sein Bündel schnüren.
Voltaire
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Jesus Christus: Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.
Lukas 19,10
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Das Ewige ...
Der Mensch ist weder Engel noch Tier, und das Unglück will es,
daß wer einen Engel aus ihm machen will, ein Tier aus ihm macht.
Blaise Pascal: Gedanken
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Meistens belehrt erst der Verlust ...
Der Mensch erfährt, er sei auch, wer er mag, ein letztes Glück und einen letzten Tag.
William Shakespeare
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Der Tod ist ein Teil der Steuern.
...
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Wir sollen die Liebe, welche wir den Toten mit ins Grab geben, nicht den Lebenden entziehen.
Wilhelm Raabe
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Nicht in das Grab, nicht übers Grab verschwendet
ein edler ...
Mottes Lied
Wenn rot und weiß die Mädchen blühn,
Hat Sünde nie ein Zeichen;
Sonst macht ein Fehltritt sie erglühn,
Die Furcht wie Schnee erbleichen,
Was Schuld sei oder Schrecken nur,
Wer möcht ...
Wenn man mit 75 morgens aufwacht und es tut einem nichts weh, ist man tot.
Euripides
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Trauer Gedicht
Brauchst du Kraft? Bei Ihm ist Stärke.
Brauchst du Hilfe? Er ist da!
Er wird nie sein Kind verlassen;
Nein, will bei der Hand dich fassen.
Fürchte nichts, Er ist ...
Entbehren zu müssen, den man liebt, ist noch ein Glück im Vergleich zu dem Zwang, mit dem leben zu müssen, den man haßt.
Jean de La Bruyère
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...
Gigerlette
Fräulein Gigerlette
Lud mich ein zum Thee.
Ihre Toilette
War gestimmt auf Schnee;
Ganz wie Pierrette
War sie angethan.
Selbst ein Mönch, ich wette,
Sähe Gigerlette
Wohlgefällig an.
War ein rotes Zimmer,
Drin sie mich empfing,
Gelber Kerzenschimmer
In dem Raume hing.
Und ...
Beileid
Gebet zum Beileid
Dein gutes Herz hat aufgehört zu schlagen
und wollte doch so gern noch bei uns sein.
Gott, hilf uns diesen Schmerz zu tragen,
denn ohne Dich wird alles ...
Was Brot dem Leibe, bist du meiner Seele,
was dürrer Saat der Regen, bist du mir,
der ich um deine Ruh mich rastlos quäle
wie es dem Geizhals geht mit seiner Gier.
Bald möcht' ...
Der Wirtin Töchterlein
Es zogen drei Burschen wohl über den Rhein,
Bei einer Frau Wirtin, da kehrten sie ein:
"Frau Wirtin, hat Sie gut Bier und Wein?
Wo hat Sie Ihr schönes ...
Wie der Tag mir schleichet,
Ohne dich vollbracht!
Die Natur erbleichet,
Rings um mich wirds Nacht.
Ohne dich hüllt alles
Sich in Schwermut ein,
Und zur öden Wüste
Wird der grünste Hain.
Kommt der Abend endlich
Ohne dich heran,
Lauf ...
In böser Stunde
Ein schwaches Stäbchen ist die Liebe,
Das deiner Jugend Rebe trägt,
Das wachsend bald der Baum des Lebens
Mit seinen Ästen selbst zerschlägt
Und drängtest du mit ganzer Seele
Zu allerinnigstem Verein,
Du wirst ...
Komm herein, o Nacht, und kühle
Diese Gluten, diesen Schmerz!
Aus dem Wirrsal der Gefühle
Wie errett' ich nur mein Herz?
Wo wir einst so glücklich waren,
Hab' ich wieder sie geseh'n ...
Als einst ein alter Herr ein junges Mädchen freite
und ihm sein schwacher Leib nichts Gutes prophezeite,
sprach er zu ihr: Mein Kind, Sie wird sich ja bequemen,
und wird die ...
Also hat es dir gefallen
Hier in dieser schönen Welt;
So dass das Vondannenwallen
Dir nicht sonderlich gefällt.
Lass dich das doch nicht verdrießen.
Wenn du wirklich willst und meinst,
Wirst du wieder ...
Ich kenn drei gute, deutsche Geselln
Mit großen Händen und Beinen schnelln;
Mit dicken Säcken auf breitem Buckel
Stampfen sie eilig durchs Land mit Gehuckel;
Haben Eis im Bart
Und grimmige Art,
Aber Augen gar milde;
Führn ...
Über Vergänglichkeit
Noch spür ich ihren Atem auf den Wangen:
Wie kann das sein, dass diese nahen Tage
Fort sind, für immer fort, und ganz vergangen?
Dies ist ein Ding, ...
Der Mensch
Empfangen und genähret
Vom Weibe wunderbar,
Kömmt er und sieht und höret
Und nimmt des Trugs nicht wahr;
Gelüstet und begehret
Und bringt sein Tränlein dar;
Verachtet und verehret,
Hat Freude und Gefahr;
Glaubt, zweifelt, wähnt und ...
Frühlingslied eines Greisen
Hier in diesem Paradiese
Find ich bald - ach bald mein Grab;
Alt bin ich, und meine Füße
Stützt schon dieser Dornenstab.
Aus der schönen Welt zu scheiden,
Guter ...
Auf den Tod eines Affen
Hier liegt er nun, der kleine, liebe Pavian,
Der uns so manches nachgetan.
Ich wette, was er itzt getan,
Tun wir ihm alle nach, dem lieben ...
Der Heizer
Als der sechzehnjährige Karl Roßmann, der von seinen armen Eltern nach Amerika geschickt worden war, weil ihn ein Dienstmädchen verführt und ein Kind von ihm bekommen hatte, ...
Eingang
Was reif in diesen Zeilen steht,
was lächelnd winkt und sinnend fleht,
das soll kein Kind betrüben;
die Einfalt hat es ausgesät,
die Schwermut hat hindurchgeweht,
die Sehnsucht hat's getrieben.
Und ist das ...
Wie bitter ein geleerter Kelch! wie endet
Jedweder Traum, den uns ein Rausch gesendet,
Mit Schrecken! - Jung - o, wie das hofft und glüht!
Doch später, wenn die Seel' gesättigt beben
Wir, wenn ...
Urahne, Großmutter, Mutter und Kind
In dumpfer Stube beisammen sind;
Es spielet das Kind, die Mutter sich schmückt,
Großmutter spinnet, Urahne gebückt
Sitzt hinter dem Ofen im Pfühl -
Wie wehen die Lüfte so ...
Letzter Wille
Mein Begehr und Willen ist:
In der Kneipe sterben!
Nah den Lippen sei der Wein,
Eh sie sich entfärben.
Und der Englein Sterbechor
Möge für mich werben:
"Lass den wackern Zechkumpan,
Herr, dein Reich ererben!"
Jeder Zecher ...
Im Arm der Liebe
Im stillen Stübchen dämmert die Nacht,
Am Bettlein sitzet ein Weib und wacht;
Ein blonder Knabe lächelt ihr zu
Am Mutterbusen, wie fromm die Ruh'!
Sie wieget und singet ...
Walzer
Hinunter die Pfade des Lebens gedreht
Pausiert nicht, ich bitt euch so lang es noch geht
Drückt fester die Mädchen ans klopfende Herz
Ihr wißt ja wie ...
Die Falten um die Stirne dein,
lass sie nur heiter ranken;
das sind die Narben, die darein
geschlagen die Gedanken.
Joseph Viktor von Scheffel
Nun hast du mir den ersten Schmerz getan,
Der aber traf.
Du schläfst, du harter, unbarmherz'ger Mann,
Den Todesschlaf.
Es blicket die Verlassene vor sich hin,
Die Welt ist leer.
Geliebet hab' ich und gelebt, ...
Ist ein Herz zu eigen ?
Und Liebe hat der Sterne Macht,
kreist siegend über Tod und Nacht,
kein Sturm, der sie vertriebe!
Und blitzt deren Hass die Welt entlang,
so wandelt ihren ...
Himpelchen und Pimpelchen die saßen auf einem Berg.
(Beide Daumen zeigen)
Himpelchen war ein Heinzelmann
und Pimpelchen war ein Zwerg.
Sie blieben lange da oben sitzen
und wackelten mit ihren Zipfelmützen.
(Hände auf dem Kopf wie ...
Der Ew'ge herrscht
Der Ew'ge herrscht auf Erden,
Über Meere herrscht sein Blick;
Löwen sollen Lämmer werden,
Und die Welle schwankt zurück.
Blankes Schwert erstarrt im Hiebe,
Glaub' und Hoffnung sind erfüllt;
Wunderthätig ...
Abschied
Wie hab ich das gefühlt was Abschied heißt.
Wie weiß ichs noch: ein dunkles unverwundnes
grausames Etwas, das ein Schönverbundnes
noch einmal zeigt und hinhält und zerreißt.
Wie war ich ohne Wehr, ...
Kind und Buch
Komm her einmal, du liebes Buch;
Sie sagen immer, du bist so klug.
Mein Vater und Mutter, die wollen gerne,
Daß ich was Gutes von dir lerne;
Drum will ich dich ...
Trauriges Wiegenlied
Schaukeln und Gaukeln -
Halb wachender Traum!
Schläfst du, mein Kindlein?
Ich weiß es kaum.
Halt zu dein Äuglein,
Draußen geht der Wind;
Spiel fort dein Träumlein,
Mein herzliebes Kind!
Draußen geht der Wind,
Reißt die Blätter vom ...
Das Kamel
Als die Menschen das Kamel zum ersten Male sahen, erstaunten sie über die Größe des Tieres und flohen bestürzt davon.
Bald merkten sie aber, daß es ...
Gekürzte Fassung
Pinguine
Auch die Pinguine ratschen, tratschen,
Klatschen, patschen, watscheln, latschen,
Tuscheln, kuscheln, tauchen, fauchen
Herdenweise, grüppchenweise
Mit Gevattern,
Pladdern, schnattern
Laut und leise.
Schnabel-Babelbabel-Schnack,
Seriöses, Skandalöses, Hiebe, Stiche.
Joachim Ringelnatz
Karawane
jolifanto bambia o falli bambla
großgiga m'pfa habla horem
egiga goramen
higo bloiko russula huju
hollaka hollala
anlogo bung
blago bung blago bung
bosso fataka
ü üü ü
schampa wulla wussa olobo
hej tatta gorem
eschige zunbada
wulubu ssubudu uluwu ssubudu
tumba ba-umf
kusa ...
Der alte Sperling
»Schämt Ihr Euch nicht«, rief ein alter Sperling seinen Jungen zu, die mit muntern Weibchen tändelten und kosten, »fühlt Ihr nicht, daß dieses unanständig und erniedrigend ...
Kostenlose Gedichte sind gesucht, gefunden sind sie schnell.
Doch die Wertschätzung liegt nicht im Preis, sondern im Zusammenhang.
Silbertauchbad
ich bin das
angelaufene graue silber
deine umarmung jede ...
Die Luft ist voll von deinem Duft
Die Luft ist voll von deinem Duft,
O süßer Leib du von Jasmin!
Die Uhr schlägt drei. Am Horizont
Die ersten rosa Wolken ziehn.
Die ersten rosa Wolken ...
Ich baumle mit de Beene
Meine Mutter liegt im Bette,
Denn sie kriegt das dritte Kind;
Meine Schwester geht zur Mette,
Weil wir so katholisch sind.
Manchmal troppt mir eine Träne
Und im Herzen ...
Zum neuen Jahr
Zwischen dem Alten, Zwischen dem Neuen Hier uns zu freuen Schenkt uns das Glück, Und das Vergangne Heißt mit Vertrauen Vorwärts zu schauen, Schauen zurück.
Stunden der Plage, Leider, ...
Der Mond
Der Mond zieht durch die Wolken,
Er kommt so hell heran.
Ihr Kinder, eilt ins Freie!
O seht den Mond euch an!
Da streckt das kleinste Knäbchen
Die Arm' hinaus ...